Wochen oder Monate nach einer Aktion bekommst du von der Polizei oder Staatsanwaltschaft Post. Bei Vorladungen gibt es folgende Unterschiede und folgendes zu beachten:

Vorladung bei der Polizei:
Von der Polizei kannst du einen Anhörungsbogen oder eine Vorladung geschickt bekommen. Du kannst dabei sowohl als Beschuldigte*r als auch als Zeug*in vorgeladen werden. Vorladungen von der Polizei musst du nicht nachkommen und solltest es auch nicht tun! Wir haben der Poliezei nichts zu sagen und sie werden auf jeden Fall versuchen dich zu einer Aussage zu bekommen wenn du hingehst. Also nicht hingehen! Die Polizei stehen keinerlei Zwangsmittel zur Verfügung, es kann dir also nichts passieren wenn du auf eine Vorladung nicht reagierst.
Wenn du einen Anhörungsbogen geschickt bekommst schicke ihn mit Angabe von Datum und Personalien zurück aber auf jeden Fall ohne Unterschrift. Auf eine Vorladung braucht du überhaupt nicht reagieren. Gut ist aber trotzdem wenn du dich schon jetzt mit dem EA, deiner Ortsgruppe der Roten Hilfe oder deine*r Anwält*in in Verbindung setzt.

Vorladung der Staatsanwaltschaft:
Während du Vorladungen der Polizei getrost ignorieren kannst und das auch tun solltest, sieht es bei einer Vorladung der Staatsanwaltschaft anders aus, hier musst du einer Vorladung nachkommen, egal ob du als Beschuldigte*r oder Zeug*in geladen wirst. Als Beschuldigte*r hast du das Recht die Aussagen zu verweigern, was du auch unbedingt tun solltest. Du musst deine Personalien angeben aber sag auf keinen Fall mehr. Setzte dich jetzt auf jeden Fall mit dem EA, deiner Ortsgruppe der Roten Hilfe oder deine*r Anwält*in in Verbindung.