Veranstaltungsreihe zum Tag der politischen Gefangenen

Samstag 15.03.2014 Schwankhalle, Alter Saal:
Soli-Konzert: FRÜCHTE DES ZORNS / STROM & WASSER / OPTION WEG
Einlass 18:30, Beginn 19:30 Uhr

Drei Bands geben sich die Ehre zum Soli-Konzert zum Tag der politischen Gefangenen am 15. März in der Schwankhalle. „Strom & Wasser“ mit Heinz Ratz präsentieren sich angriffslustiger denn je mit ihrem Skapunkpolka-Randfiguren-WalzerRock. Danach spielen die „Früchte des Zorns“ ihre Lieder voll Wut, Trauer und Sehnsucht nach einem besseren Leben. Die dritten im Bunde sind „option weg“ eine Berliner Spaßkapelle zwischen Punkrock, Waldameise und Tanzbein.

Strom & Wasser
Seit Jahren das Extremste, was man unter der Bezeichnung „Liedermacher“ finden kann, halten die Damen und Herren von Strom & Wasser nicht nur durch ihre brilliante Musik, ihren hohen Gute-Laune Faktor und der wilden Mischung aus Politik, Party und anspruchsvollen Texten das Konzertpublikum im Bann – auch ihre poltischen Aktionen sind spektakulär. 1000 km sind sie für Obdachlose durch die Republik gelaufen, 800 km für den Artenschutz durch deutsche Flüsse geschwommen und fast 7000 km für Flüchtlinge durch die Lande geradelt – um mehr als 100.000 Euro Spenden für die Betroffenen zu sammeln. …Sie präsentieren sich angriffslustiger, spielfreudiger und bunter denn je: Skapunkpolka-Randfiguren-WalzerRock mit stark kabarettistischer Schlagseite. Ein unbedingtes Muß für jeden, der mehr als nur den üblichen Mainstream sucht.
Video: Strom & Wasser feat. The Refugees

Früchte des Zorns
Früchte des Zorns ist eine Band, ein linksradikales Kollektiv. Unsere Musik ist die Poesie der Subversion. Unser Gesang ist der Gesang der Verweigerung, der Revolte und des Aufbruchs. Unsere Lieder sind voll Wut, Trauer und Sehnsucht nach einem besseren Leben. Wir wollen uns nicht mit den Verhältnissen arrangieren. Wir wollen das Schöne und Lebendige, jetzt, sofort und ohne Kompromisse. Wir wollen die soziale Revolution, und es ist nichts peinlich daran, darüber zu reden und davon zu träumen.
Video: Früchte des Zorns

option weg
„option weg“ machen Musik zwischen den Zeilen und zwar mit Bass, Schlagzeug,
Gitarre, Geige, Quetsche, ihren Stimmen und Gedanken. Das klingt hin und wieder tief und wetterfest, oft aber auch nach Punkrock, Waldameise und Tanzbein. Der Soundtrack für einen Tag, der noch kommt. Diese kleine Kapelle kommt aus Berlin und außerdem aus allen Bereichen der linken Subkultur. Ohne Spaß geht gar nichts. Ohne Hirn auch nicht.
Video: option weg

Eintrittspreise:
Zahlt was ihr wollt: 3 – 30 Euro, Reservierungen unter 0421 520 8070 (Mo – Fr 10 – 15 Uhr oder AB).

Sonntag 16.03 2014 Cinema Ostertor:
Film „Verboten, verfolgt, vergessen“

Doku zur Verfolgung der politischen Opposition in der Adenauer-Ära, D 2013, Dauer: 62 Minuten.
Beginn: 12 Uhr, Eintritt: 5 Euro.
Ein Film von Daniel Burkholz und Sybille Fezer. Regisseur Daniel Burkholz wird anwesend sein.
Cinema Ostertor, Ostertorsteinweg 105, 28203 Bremen

Dienstag 18.03.2013 Paradox:
Soli-Konzert am Tag des politischen Gefangenen mit Özden Cicek und Ersen Bucak

(SAZ und Gesang von türkischen Genoss_innen aus Hannover)
Einlass: 19.30h, Beginn: 20h
Eintritt gegen Spende
Kulturzentrum Paradox, Bernhardstraße 10 – 12, 28203 Bremen

Über den 18. März
Der 18. März als Kampftag für die Freilassung aller politischen Gefangenen knüpft an eine lange Tradition der revolutionären Arbeiter_innenbewegung an. Am 18.3.1848 stand das sich gerade entwickelnde Proletariat auf den Barrikaden, 23 Jahre später, am 18.3.1871, kam es zum ersten Mal zu einer breit in der verarmten Bevölkerung verankerten Zerschlagung parlamentarisch-monarchistischer Machtstrukturen durch die proletarische Klasse. An diesem Tag griffen die Pariser Arbeiterinnen und Arbeiter zu den Waffen und schufen für einen kurzen Zeitraum eine selbstverwaltete Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, die als Pariser Commune bekannt wurde. Nach nur 71 Tagen wurde der Versuch, sich von den Fesseln der Herrschaft zu befreien, brutal niedergeschlagen. Mehr als 20.000 Männer und Frauen wurden getötet, über 13.000 Menschen zu meist lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt. 1923 erklärte die ein Jahr zuvor gegründete Internationale Rote Hilfe (RHI) den Tag zum „Internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen“. Der Faschismus setzte dieser Tradition ein Ende. 1996 initiierte der „Förderverein Libertad! für internationale Kommunikation und Solidarität“ zusammen mit der Roten Hilfe e.V. zum ersten Mal wieder einen Aktionstag für die Freiheit der politischen Gefangenen. Seitdem werden an diesem Tag vielfältige Aktionen und Veranstaltungen durchgeführt.

Polizeigewalt

Vor zwei Jahren ist auf der Sielwallkreuzung in Bremen ein Fußballspiel eskaliert: 70 Beamte waren im Einsatz – es gab Verletzte. Ein junger Mann allerdings hatte mit den Ausschreitungen nichts zu tun und wurde dennoch von Polizisten geschlagen und am Auge verletzt. So jedenfalls erzählt er die Geschichte. Zwei Videos scheinen diese Aussage zu stützen. Das Opfer fordert Gerechtigkeit.

radiobremen.de

Antifaschismus bleibt legitim!

Am 11.05 beteiligten sich hunderte Aktivist*innen an verschiedenen
Gegenaktionen gegen einen erneuten Naziaufmarsch in Kirchweyhe bei Bremen. Ein großes Polizeiaufgebot sicherte den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Einige Antifaschist_Innen gelangten dennoch auf die Route der Nazis und konnten diese einige Zeit blockieren. Die Polizei griff diese Versammlung gewaltsam an und nahm die Personalien auf.

Keine Zusammenarbeit! Keine Aussagen!

Die Behörden versuchen momentan den Protest zu kriminalisieren und
schicken Vorladungen an Genoss*innen, welche sich an den Sitzblockaden
beteiligt haben sollen.

Wir raten: Kommt der polizeilichen Vorladung nicht nach und verweigert konsequent die Aussage!

Ihr seid nicht verpflichtet als Beschuldigte polizeilichen Vorladungen nach zu kommen und habt das Recht zu schweigen. Alles was Ihr dort sagt, kann und wird gegen Euch oder andere Genoss*innen verwendet werden. Nichts sagen ist die beste Verteidigung. Wenn einzelne Verfahren weiter betrieben werden sollten, kann nach Akteneinsicht eine Verteidigungsstrategie ausgearbeitet werden.

Nehmt Kontakt auf zu den Rote Hilfe Ortsgruppen oder den örtlichen EA’s . Dort können auch alle weiteren Fragen besprochen werden.

Solidarität ist eine Waffe!

Gedächtnisprotokoll

Wir haben für euch ein (mögliches) Muster für ein Gedächtnisprotokoll angelegt. Als PDF zum Download findet ihr es unter „Material“

Veranstaltung fällt aus

Leider müssen wir euch mitteilen, dass die Veranstaltung „USA: Der aufkeimende Widerstand gegen Masseninhaftierungen, lebenslange Haft und Todesstrafe“ ausfallen muss.

Der Ankündigungstext:
Veranstaltung von Rote Hilfe e.V. OG Bremen und Marxistische Abendschule
Bremen e.V. (MASCH) zum 18.03. – Tag der politischen Gefangenen –

Die USA lassen sich gern als Hort der Demokratie und Menschenrechte feiern – im krassen Gegensatz dazu steht die gesellschaftliche Wirklichkeit der
USA. Die Zwangsarbeit in den Fabriken des gefängnisindustriellen Komplexes
entwickelt sich zusammen mit dem boomenden Geschäftszweig der
Privatgefängnisse zum derzeit einzigen wachsenden und profitablen
Industriezweig und wird damit zu einer neuen Form der Sklaverei.

21.03.2013, 20 Uhr, Villa Ichon, Am Goetheplatz, 28203 Bremen

18.03.2013

Auch in diesem Jahr gibt es verschiedene Publikationen und Aktionen zum Tag der politischen Gefangenen. In Bremen findet dieses Jahr eine Filmvorführung, ein Konzert und eine Veranstaltung statt. Für weitere Details checkt die Rubrik „18.März“

Freiheit für alle politischen Gefangenen!

1803

Solikonto für Unruh

Wir haben ein Spendenkonto für „Unruh“ eingerichtet. Das Geld geht komplett an die Antirepressionsstruktur der ehemaligen Besetzter_innen.
Solidarität ist eine Waffe!

Rote Hilfe e.V. OG Bremen
Postbank Hamburg
Kto.Nr. 4819 12206
BLZ 200 100 20
Stichwort: Unruh Antirep

unruhsquat.blogsport.de

Solidarität mit Tim

Spendenaufruf – Solidarität mit Tim und allen anderen AntifaschistInnen

Am Mittwoch, den 16. Januar wurde der Berliner Antifaschist Tim zu einer Gefängnisstrafe von 1 Jahr und 10 Monaten ohne Bewährung
verurteilt. Tim soll am 13. Februar 2011 per Megafon eine Menschenmenge aufgewiegelt und zum Durchbrechen einer Polizeisperre
mit den Worten „nach vorne“ aufgefordert haben. Das Urteil ist ein Skandal und war vor allem politisch motiviert. Der Prozess wird
selbstverständlich in der nächsten Instanz neu verhandelt. Allerdings benötigt Tim für die Berufung Geld. Für die Unterstützung im Fall Tim
und weiteren von Repression Betroffenen bitte spendet an:


Netzwerk Selbsthilfe e.V.
Kto. 7403887018
BLZ: 100 900 00
Berliner Volksbank
Stichwort: „FREISTAAT“

Zusammenfassung des Prozesses

Während der vier Verhandlungstage konnte die Staatsanwaltschaft Dresden weder eine allgemeine Tatbeteiligung noch konkrete Taten des Angeklagten nachweisen. Bereits am ersten Verhandlungstag wurde der Hauptbelastungszeuge der Staatsanwaltschaft zur Entlastung des Angeklagten. Er hätte eine Person mit Megafon gesehen diese sei aber nicht der Angeklagte so der Zeuge.

Vier geladene Polizisten konnten ebenfalls keine Angaben zum Täter machen. Höhepunkt war dann am dritten Verhandlungstag die Ladung des Arbeitgebers vom Angeklagten. Der Richter wollte darüber mehr über den Angeklagten erfahren und vor allem eine eventuelle Verstrickung zwischen dem Durchbruch und der Partei Die LINKE in Erfahrung bringen. Das ein Arbeitgeber als möglicher Belastungszeuge geladen wird um anschließend sich politisch verteidigen zu müssen ist bereits eine Unverschämtheit.

Ein weiteres Beweismittel im Prozess war ein Polizeivideo. Auf dem war der Durchbruch einer Menschenmenge durch eine Polizeikette zu sehen. Dem vorangegangen waren mehrere Durchbruchsversuche sowie eine Stimme mittels Megafon mit den Worten ‚nach vorne‘. Zu sehen ist keine Person mit einem Megafon. Nach dem Durchbruch sind auf dem Polizeivideo zwei Person mit jeweils einem Megafon zu sehen, allerdings nicht deren Gesichter.

Dem Staatsanwalt und dem Gericht reichte die Vermutung, dass es sich bei der gemeinten Person um den Angeklagten handele und er deshalb für alle begangenen Straftaten während des Durchbrechens verantwortlich sei. Auch wenn dem Angeklagten selber keine einzige Straftat vorgeworfen wurde, konstruierte die Staatsanwaltschaft eine Rädelsführerschaft aufgrund der gehörten Megafon durchsage.

In seiner mündlichen Urteilsverkündung konnte der Richter keine positive Sozialprognose trotz festem Wohnsitz, einer Arbeitsstelle, keiner Vorstrafe sowie Vater eines Kindes gegeben, da sich der Angeklagte während des Prozesses nicht entschuldigt habe und damit unklar sei, wie er denn heute zur Verhinderung des Naziaufmarsch stehe.

Auch für den Richter war eine unmittelbare Tatbeteiligung des Angeklagten nicht ausschlaggebend, sondern er begründete das Urteil unter anderem mit den Aussagen: “Was andere getan haben, müssen Sie sich mit anrechnen lassen” sowie “Irgendwann hat die Bevölkerung in Dresden es mal satt.”

Presseschau:
Neues Deutschland (18.01.)
LVZ- Online (18.01.)
Junge Welt (18.01.)
Spiegel (17.01.)
Zeit- Blog (17.01.)
Neues Deutschland (17.01.)
Neues Deutschland (17.01.)
Taz (16.01.)

News

Frohes neues Jahr euch allen!
Wir haben für euch die Rote Hilfe Zeitung Ausgabe 02/2012 hoch geladen. Schwerpunkt diesmal alles Rund um den Skandal beim Verfassungsschutz. Ihr findet den Download Link unter der Rubrik Rote Hilfe Zeitung. Die aktuelle Ausgabe findet ihr wie immer in allen gut sortierten Läden und im Bahnhofsbuchhandel.

RHZ02/2012

In der Linkliste findet ihr jetzt auch einen Hinweis auf unseren Literaturvertrieb.
Schaut mal rein!

Literatur
Rote Hilfe Literaturvertrieb

Antirepressionsveranstaltung

Am 12.10.2012 gab es in Bremen eine Hausbesetzung. Im Zuge derer gab es circa 50 Ingewahrsamnahmen.
Es ist wichtig, sich mit allen Betroffenen zu treffen, um einen kollektiven Umgang mit der eventuellen Repression zu finden.
Deshalb laden wir alle Ingewahrsahmgenommene zu einem ersten Treffen zusammen mit dem EA ein:

Montag, 19.11.2012, 19:00 Uhr, Sielwallhaus

Bitte kommt zahlreich. Falls ihr keine Zeit habt, meldet euch bitte beim EA Bremen.

Solidarität ist eine Waffe.