Hausbesetzungen

Aus aktuellem Anlass hier eine lesenswerte Broschüre der Ortsgruppe in Hamburg zu Hausbesetzungen und Repression (klick auf´s Bild).

Squatting Days

Free Josef!

Die OG Bremen veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Basisgruppe Antifaschismus und solidarischen Einzelpersonen einen Infoabend mit anschließender Soli-Cocktailbar.

26. Juli // 18 Uhr // Sielwallhaus

Josef

Bei den Protesten gegen den Akademikerball in Wien am 24. Januar wurden insgesamt 14 Menschen verhaftet. Darunter befand sich auch Josef, der als einziger nicht in derselben Nacht freikam und nun seit bereits fünf Monaten in Untersuchungshaft sitzt. Ihm wird (seit Juni: beabsichtigte) versuchte schwere Körperverletzung, schwere Sachbeschädigung und Landfriedensbruch in Rädelsführerschaft vorgeworfen. Darauf stehen insgesamt bis zu fünf Jahre Haft. Was zunächst eine vage Befürchtung war, bestätigte sich im Fortgang der Ereignisse zunehmend: an Josef soll ein Exempel statuiert werden.
Seit dem 6. Juni läuft nun der Prozess gegen Josef. Doch auch wenn sich der Hauptbelastungszeuge während des ersten Prozesstages in zahlreiche Widersprüche verwickelte, schloss der Richter den Prozesstag mit der Aussage, der Verdacht gegen Josef hätte sich weiter verhärtet; ein Enthaftungsantrag wurde abgelehnt, die Anklage von Seiten der Staatsanwaltschaft weiter verschärft. Josef braucht unsere Unterstützung. Dies beinhaltet nicht zuletzt, eine Öffentlichkeit für seinen Fall herzustellen. In diesem Sinne zielt die Infoveranstaltung darauf, Sinn und Zweck der Proteste gegen den Akademikerball darzustellen und die diesjährigen Ereignisse zu schildern, um anschließend genau nachzuverfolgen, was unserem Genossen seit dem 24.1. widerfahren ist.

Spenden, um Josefs Prozesskosten zu decken, können an folgendes Konto
überwiesen werden:
Rote Hilfe OG Jena
Kto.--Nr.: 4007 238 309 / IBAN DE77 4306 0967 4007 2383 09
BLZ: 430 609 67 (GLS-Bank) / BIC GENO¬DE¬M1GLS (GLS Bank)
Verwendungszweck: Wien

Aufruf zur bundesweiten Demonstration in Hannover

Die OG der Roten Hilfe Bremen unterstützt den Aufruf zur bundesweiten Demonstration zum Gedenken an Halim Dener in Hannover.

Vor 20 Jahren wurde Halim Dener von einem deutschen Polizisten in Hannover erschossen.
Wir erinnern an die Ereignisse der Jahre 1993/94 und stellen sie in einen Kontext mit der heutigen Situation in Kurdistan und der BRD.

Kommt zur bundesweiten Demonstration!

gefoltert.

Der 16-jährige Kurde Halim Dener musste 1994 vor der Verfolgung durch den Staat Türkei aus seiner Heimat fliehen. Damals zerstörte das türkische Militär 4.000 Dörfer – so auch Halims Dorf in der Nähe von Çewlik (türk.: Bingöl). 17.000 „Morde unbekannter Täter“, Verschwundene und Folter waren die gängige Praxis von Polizei, Geheimdienst und Paramilitärs. Halim selbst wurde nach einer Festnahme von der türkischen Polizei eine Woche lang verhört und gefoltert.
Aktuell wird über einen Friedensprozess debattiert, doch hat sich die Situation kurdischer Jugendlicher in türkischen Gefängnissen nicht grundlegend geändert: Gewalt, Folter und sexuelle Übergriffe stehen nach wie vor auf der Tagesordnung. Und auch auf der Straße werden weiterhin Jugendliche in Auseinandersetzungen mit der Polizei getötet.
In den deutschen Medien wird der Kurdistan-Konflikt weitgehend verschwiegen. Die BRD ist jedoch durch die Bekämpfung der kurdischen Bewegung sowie Waffenlieferungen und militärische Zusammenarbeit im Rahmen der NATO-Partnerschaft selbst aktiver Teil des Kurdistan-Konflikts.

geflüchtet.

Halim flüchtete vor Krieg und Verfolgung unter falschem Namen, um seine Familie in der Heimat nicht zu gefährden. Als minderjähriger, unbegleiteter Flüchtling kam er in die BRD. Hier war nach öffentlicher rassistischer Hetze und Pogromen an Flüchtlingen und Migrant*innen 1993 das Grundrecht auf Asyl durch Änderung des Grundgesetzes faktisch abgeschafft worden. Infolgedessen sank die Quote der Anerkennung auf Asyl von damals bereits geringen 4,3% auf 0,8% im Jahr 2006.
Heute fliehen Menschen aus den Konfliktzonen, wie z.B. Syrien oder Libyen, um in Europa ihr Leben in Sicherheit weiterführen zu können. Darunter sind viele Minderjährige, die teilweise ohne Familienanschluss die gefährliche Flucht auf sich nehmen. Flüchtlingen und Migrant*innen schlägt immer wieder, auch von Seiten der Behörden, blanker Rassismus entgegen.

verboten.

Im November 1993 wurde nach einer beispiellosen Hetzkampagne gegen die kurdische Bevölkerung in der BRD die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und alle ihr nahestehenden Organisationen als „Terrororganisation“ verboten. Es folgte eine Welle von Durchsuchungen und Verhaftungen. Durch öffentliche Hetze gegen Kurd*innen wurde ein Klima von Hass und Angst geschaffen, das von einer simplen Gleichung bestimmt war: „Kurd*innen = PKK = Terrorist*innen“.
Das Verbot hat nach wie vor Bestand und findet rege Anwendung. So trifft die Repression kurdische Kulturvereine und öffentliche Strukturen der kurdischen Bewegung, insbesondere aber kurdische Jugendliche und Aktivist*innen, die sie sich mit der Bewegung identifizieren und politisch engagieren.

erschossen.

Auch in der BRD setzte sich Halim für die kurdische Bewegung ein. So plakatierte er wenige Wochen nach seiner Flucht in Hannover Plakate mit dem Emblem der ERNK, des (damaligen) politischen Arms der PKK. Dabei wurde Halim in der Nacht vom 30.06.1994 von SEK-Polizisten in Zivil überrascht und ihm bei der Festnahme aus kürzester Entfernung in den Rücken geschossen. An dieser Schussverletzung starb Halim wenig später. Der Polizist wurde von seinen Kolleg*innen gedeckt, sodass die Tat nie angemessen aufgeklärt werden konnte. In einem drei Jahre dauernden, zweifelhaften Prozess wurde er schließlich freigesprochen.
Diese Tötung durch Polizist*innen ist kein Einzelfall; Christy Schwundeck, Oury Jalloh oder Achidi John sind weitere bekannte Opfer. Auch Polizeigewalt, die gedeckt und vertuscht wird, sowie Kontrollen nach dem sogenannten “Racial Profiling” sind an der Tagesordnung.

Halim Dener repräsentiert in seiner Person viele verschiedene Kämpfe, die hier in der BRD und auf der Welt geführt werden – der Kurdistan-Konflikt, die Frage von Krieg und Flucht, Repression linker Ideen und Organisationen sowie (rassistische) Polizeigewalt.

Halims Geschichte und Tod sind kein Einzelfall!

Deshalb fordern wir:

Schluss der militärischen Zusammenarbeit der BRD mit der Türkei!
Ende des Exports deutscher Waffen!
Bleiberecht für Alle!
Weg mit dem PKK-Verbot!
Lückenlose Aufklärung rassistischer Polizeigewalt!

Kampagne Halim Dener

Veranstaltungsreihe zum Tag der politischen Gefangenen

Samstag 15.03.2014 Schwankhalle, Alter Saal:
Soli-Konzert: FRÜCHTE DES ZORNS / STROM & WASSER / OPTION WEG
Einlass 18:30, Beginn 19:30 Uhr

Drei Bands geben sich die Ehre zum Soli-Konzert zum Tag der politischen Gefangenen am 15. März in der Schwankhalle. „Strom & Wasser“ mit Heinz Ratz präsentieren sich angriffslustiger denn je mit ihrem Skapunkpolka-Randfiguren-WalzerRock. Danach spielen die „Früchte des Zorns“ ihre Lieder voll Wut, Trauer und Sehnsucht nach einem besseren Leben. Die dritten im Bunde sind „option weg“ eine Berliner Spaßkapelle zwischen Punkrock, Waldameise und Tanzbein.

Strom & Wasser
Seit Jahren das Extremste, was man unter der Bezeichnung „Liedermacher“ finden kann, halten die Damen und Herren von Strom & Wasser nicht nur durch ihre brilliante Musik, ihren hohen Gute-Laune Faktor und der wilden Mischung aus Politik, Party und anspruchsvollen Texten das Konzertpublikum im Bann – auch ihre poltischen Aktionen sind spektakulär. 1000 km sind sie für Obdachlose durch die Republik gelaufen, 800 km für den Artenschutz durch deutsche Flüsse geschwommen und fast 7000 km für Flüchtlinge durch die Lande geradelt – um mehr als 100.000 Euro Spenden für die Betroffenen zu sammeln. …Sie präsentieren sich angriffslustiger, spielfreudiger und bunter denn je: Skapunkpolka-Randfiguren-WalzerRock mit stark kabarettistischer Schlagseite. Ein unbedingtes Muß für jeden, der mehr als nur den üblichen Mainstream sucht.
Video: Strom & Wasser feat. The Refugees

Früchte des Zorns
Früchte des Zorns ist eine Band, ein linksradikales Kollektiv. Unsere Musik ist die Poesie der Subversion. Unser Gesang ist der Gesang der Verweigerung, der Revolte und des Aufbruchs. Unsere Lieder sind voll Wut, Trauer und Sehnsucht nach einem besseren Leben. Wir wollen uns nicht mit den Verhältnissen arrangieren. Wir wollen das Schöne und Lebendige, jetzt, sofort und ohne Kompromisse. Wir wollen die soziale Revolution, und es ist nichts peinlich daran, darüber zu reden und davon zu träumen.
Video: Früchte des Zorns

option weg
„option weg“ machen Musik zwischen den Zeilen und zwar mit Bass, Schlagzeug,
Gitarre, Geige, Quetsche, ihren Stimmen und Gedanken. Das klingt hin und wieder tief und wetterfest, oft aber auch nach Punkrock, Waldameise und Tanzbein. Der Soundtrack für einen Tag, der noch kommt. Diese kleine Kapelle kommt aus Berlin und außerdem aus allen Bereichen der linken Subkultur. Ohne Spaß geht gar nichts. Ohne Hirn auch nicht.
Video: option weg

Eintrittspreise:
Zahlt was ihr wollt: 3 – 30 Euro, Reservierungen unter 0421 520 8070 (Mo – Fr 10 – 15 Uhr oder AB).

Sonntag 16.03 2014 Cinema Ostertor:
Film „Verboten, verfolgt, vergessen“

Doku zur Verfolgung der politischen Opposition in der Adenauer-Ära, D 2013, Dauer: 62 Minuten.
Beginn: 12 Uhr, Eintritt: 5 Euro.
Ein Film von Daniel Burkholz und Sybille Fezer. Regisseur Daniel Burkholz wird anwesend sein.
Cinema Ostertor, Ostertorsteinweg 105, 28203 Bremen

Dienstag 18.03.2013 Paradox:
Soli-Konzert am Tag des politischen Gefangenen mit Özden Cicek und Ersen Bucak

(SAZ und Gesang von türkischen Genoss_innen aus Hannover)
Einlass: 19.30h, Beginn: 20h
Eintritt gegen Spende
Kulturzentrum Paradox, Bernhardstraße 10 – 12, 28203 Bremen

Über den 18. März
Der 18. März als Kampftag für die Freilassung aller politischen Gefangenen knüpft an eine lange Tradition der revolutionären Arbeiter_innenbewegung an. Am 18.3.1848 stand das sich gerade entwickelnde Proletariat auf den Barrikaden, 23 Jahre später, am 18.3.1871, kam es zum ersten Mal zu einer breit in der verarmten Bevölkerung verankerten Zerschlagung parlamentarisch-monarchistischer Machtstrukturen durch die proletarische Klasse. An diesem Tag griffen die Pariser Arbeiterinnen und Arbeiter zu den Waffen und schufen für einen kurzen Zeitraum eine selbstverwaltete Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, die als Pariser Commune bekannt wurde. Nach nur 71 Tagen wurde der Versuch, sich von den Fesseln der Herrschaft zu befreien, brutal niedergeschlagen. Mehr als 20.000 Männer und Frauen wurden getötet, über 13.000 Menschen zu meist lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt. 1923 erklärte die ein Jahr zuvor gegründete Internationale Rote Hilfe (RHI) den Tag zum „Internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen“. Der Faschismus setzte dieser Tradition ein Ende. 1996 initiierte der „Förderverein Libertad! für internationale Kommunikation und Solidarität“ zusammen mit der Roten Hilfe e.V. zum ersten Mal wieder einen Aktionstag für die Freiheit der politischen Gefangenen. Seitdem werden an diesem Tag vielfältige Aktionen und Veranstaltungen durchgeführt.

Polizeigewalt

Vor zwei Jahren ist auf der Sielwallkreuzung in Bremen ein Fußballspiel eskaliert: 70 Beamte waren im Einsatz – es gab Verletzte. Ein junger Mann allerdings hatte mit den Ausschreitungen nichts zu tun und wurde dennoch von Polizisten geschlagen und am Auge verletzt. So jedenfalls erzählt er die Geschichte. Zwei Videos scheinen diese Aussage zu stützen. Das Opfer fordert Gerechtigkeit.

radiobremen.de

Antifaschismus bleibt legitim!

Am 11.05 beteiligten sich hunderte Aktivist*innen an verschiedenen
Gegenaktionen gegen einen erneuten Naziaufmarsch in Kirchweyhe bei Bremen. Ein großes Polizeiaufgebot sicherte den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Einige Antifaschist_Innen gelangten dennoch auf die Route der Nazis und konnten diese einige Zeit blockieren. Die Polizei griff diese Versammlung gewaltsam an und nahm die Personalien auf.

Keine Zusammenarbeit! Keine Aussagen!

Die Behörden versuchen momentan den Protest zu kriminalisieren und
schicken Vorladungen an Genoss*innen, welche sich an den Sitzblockaden
beteiligt haben sollen.

Wir raten: Kommt der polizeilichen Vorladung nicht nach und verweigert konsequent die Aussage!

Ihr seid nicht verpflichtet als Beschuldigte polizeilichen Vorladungen nach zu kommen und habt das Recht zu schweigen. Alles was Ihr dort sagt, kann und wird gegen Euch oder andere Genoss*innen verwendet werden. Nichts sagen ist die beste Verteidigung. Wenn einzelne Verfahren weiter betrieben werden sollten, kann nach Akteneinsicht eine Verteidigungsstrategie ausgearbeitet werden.

Nehmt Kontakt auf zu den Rote Hilfe Ortsgruppen oder den örtlichen EA’s . Dort können auch alle weiteren Fragen besprochen werden.

Solidarität ist eine Waffe!

Gedächtnisprotokoll

Wir haben für euch ein (mögliches) Muster für ein Gedächtnisprotokoll angelegt. Als PDF zum Download findet ihr es unter „Material“

Veranstaltung fällt aus

Leider müssen wir euch mitteilen, dass die Veranstaltung „USA: Der aufkeimende Widerstand gegen Masseninhaftierungen, lebenslange Haft und Todesstrafe“ ausfallen muss.

Der Ankündigungstext:
Veranstaltung von Rote Hilfe e.V. OG Bremen und Marxistische Abendschule
Bremen e.V. (MASCH) zum 18.03. – Tag der politischen Gefangenen –

Die USA lassen sich gern als Hort der Demokratie und Menschenrechte feiern – im krassen Gegensatz dazu steht die gesellschaftliche Wirklichkeit der
USA. Die Zwangsarbeit in den Fabriken des gefängnisindustriellen Komplexes
entwickelt sich zusammen mit dem boomenden Geschäftszweig der
Privatgefängnisse zum derzeit einzigen wachsenden und profitablen
Industriezweig und wird damit zu einer neuen Form der Sklaverei.

21.03.2013, 20 Uhr, Villa Ichon, Am Goetheplatz, 28203 Bremen

18.03.2013

Auch in diesem Jahr gibt es verschiedene Publikationen und Aktionen zum Tag der politischen Gefangenen. In Bremen findet dieses Jahr eine Filmvorführung, ein Konzert und eine Veranstaltung statt. Für weitere Details checkt die Rubrik „18.März“

Freiheit für alle politischen Gefangenen!

1803

Solikonto für Unruh

Wir haben ein Spendenkonto für „Unruh“ eingerichtet. Das Geld geht komplett an die Antirepressionsstruktur der ehemaligen Besetzter_innen.
Solidarität ist eine Waffe!

Rote Hilfe e.V. OG Bremen
Postbank Hamburg
Kto.Nr. 4819 12206
BLZ 200 100 20
Stichwort: Unruh Antirep

unruhsquat.blogsport.de