“Madrid before Hanita – 300 Juden gegen Franco”

Madrid Before Hanita

Dokumentation von Eran Torbiner, Israel
2008, ca. 58 Minuten, dt. Version

Filmvorführung im Cinema Ostertor mit anschließendem Gespräch

Eintritt: 5,- Euro

Im August 1936 kamen tausende von Freiwilligen aus aller Welt nach Spanien,
um gegen die putschenden Faschisten zu kämpfen. Nahezu unbekannt geblieben
ist bislang die in der vorliegenden Dokumentation erzählte Geschichte der
ca. 300 jüdischen Freiwilligen, die aus dem britischen Mandatsgebiet
Palästina nach Spanien kamen, um in den internationalen Brigaden zu
kämpfen. Viele von ihnen waren Kommunist*innen und davon überzeugt, dass der
Faschismus nicht nur das größte Übel für die Juden, sondern für die
Menschheit überhaupt sei. Allerdings hatten sich die Freiwilligen aus
Palästina zuersteinmal mit dem Widerstand der zionistischen Gemeinschaft
gegen ihre Entscheidung auseinandersetzen müssen.
Eran Torbiner zu seinem Film: “Zu den Aktionen der zionistischen Bewegung
in dieser Zeit gehörte die Gründung der Siedlungen unter dem Motto ‚Mauer
und Turm’ mitten in arabischen Regionen – mit dem Ziel, Fakten im Blick auf
eine mögliche Teilung des Landes zu schaffen. Chanita im Norden Palästinas
war das Symbol für diese Aktion. Als Ja’akov Chasan, einer der Führer der
linken Zionisten in Palästina 1938 sah, dass sich einige Zionisten im Lande
an den Brigaden in Spanien beteiligten oder beteiligen wollten, anstatt
immer mehr Siedlungen aus einer Mauer und einem Turm zu errichten, prägte
er das Codewort ‚Chanita vor Madrid’.” Im Film erzählen Zeitzeug*innen von
ihrem Weg zu den Interbrigaden und ihren Erlebnissen im bewaffneten Kampf
gegen den Faschismus.

Eine Veranstaltung der Roten Hilfe e.V. OG Bremen und des Vereins für
Alltagskultur und politische Bildung e.V. zum Tag der Politischen
Gefangenen 2016