Archiv für Februar 2014

Veranstaltungsreihe zum Tag der politischen Gefangenen

Samstag 15.03.2014 Schwankhalle, Alter Saal:
Soli-Konzert: FRÜCHTE DES ZORNS / STROM & WASSER / OPTION WEG
Einlass 18:30, Beginn 19:30 Uhr

Drei Bands geben sich die Ehre zum Soli-Konzert zum Tag der politischen Gefangenen am 15. März in der Schwankhalle. „Strom & Wasser“ mit Heinz Ratz präsentieren sich angriffslustiger denn je mit ihrem Skapunkpolka-Randfiguren-WalzerRock. Danach spielen die „Früchte des Zorns“ ihre Lieder voll Wut, Trauer und Sehnsucht nach einem besseren Leben. Die dritten im Bunde sind „option weg“ eine Berliner Spaßkapelle zwischen Punkrock, Waldameise und Tanzbein.

Strom & Wasser
Seit Jahren das Extremste, was man unter der Bezeichnung „Liedermacher“ finden kann, halten die Damen und Herren von Strom & Wasser nicht nur durch ihre brilliante Musik, ihren hohen Gute-Laune Faktor und der wilden Mischung aus Politik, Party und anspruchsvollen Texten das Konzertpublikum im Bann – auch ihre poltischen Aktionen sind spektakulär. 1000 km sind sie für Obdachlose durch die Republik gelaufen, 800 km für den Artenschutz durch deutsche Flüsse geschwommen und fast 7000 km für Flüchtlinge durch die Lande geradelt – um mehr als 100.000 Euro Spenden für die Betroffenen zu sammeln. …Sie präsentieren sich angriffslustiger, spielfreudiger und bunter denn je: Skapunkpolka-Randfiguren-WalzerRock mit stark kabarettistischer Schlagseite. Ein unbedingtes Muß für jeden, der mehr als nur den üblichen Mainstream sucht.
Video: Strom & Wasser feat. The Refugees

Früchte des Zorns
Früchte des Zorns ist eine Band, ein linksradikales Kollektiv. Unsere Musik ist die Poesie der Subversion. Unser Gesang ist der Gesang der Verweigerung, der Revolte und des Aufbruchs. Unsere Lieder sind voll Wut, Trauer und Sehnsucht nach einem besseren Leben. Wir wollen uns nicht mit den Verhältnissen arrangieren. Wir wollen das Schöne und Lebendige, jetzt, sofort und ohne Kompromisse. Wir wollen die soziale Revolution, und es ist nichts peinlich daran, darüber zu reden und davon zu träumen.
Video: Früchte des Zorns

option weg
„option weg“ machen Musik zwischen den Zeilen und zwar mit Bass, Schlagzeug,
Gitarre, Geige, Quetsche, ihren Stimmen und Gedanken. Das klingt hin und wieder tief und wetterfest, oft aber auch nach Punkrock, Waldameise und Tanzbein. Der Soundtrack für einen Tag, der noch kommt. Diese kleine Kapelle kommt aus Berlin und außerdem aus allen Bereichen der linken Subkultur. Ohne Spaß geht gar nichts. Ohne Hirn auch nicht.
Video: option weg

Eintrittspreise:
Zahlt was ihr wollt: 3 – 30 Euro, Reservierungen unter 0421 520 8070 (Mo – Fr 10 – 15 Uhr oder AB).

Sonntag 16.03 2014 Cinema Ostertor:
Film „Verboten, verfolgt, vergessen“

Doku zur Verfolgung der politischen Opposition in der Adenauer-Ära, D 2013, Dauer: 62 Minuten.
Beginn: 12 Uhr, Eintritt: 5 Euro.
Ein Film von Daniel Burkholz und Sybille Fezer. Regisseur Daniel Burkholz wird anwesend sein.
Cinema Ostertor, Ostertorsteinweg 105, 28203 Bremen

Dienstag 18.03.2013 Paradox:
Soli-Konzert am Tag des politischen Gefangenen mit Özden Cicek und Ersen Bucak

(SAZ und Gesang von türkischen Genoss_innen aus Hannover)
Einlass: 19.30h, Beginn: 20h
Eintritt gegen Spende
Kulturzentrum Paradox, Bernhardstraße 10 – 12, 28203 Bremen

Über den 18. März
Der 18. März als Kampftag für die Freilassung aller politischen Gefangenen knüpft an eine lange Tradition der revolutionären Arbeiter_innenbewegung an. Am 18.3.1848 stand das sich gerade entwickelnde Proletariat auf den Barrikaden, 23 Jahre später, am 18.3.1871, kam es zum ersten Mal zu einer breit in der verarmten Bevölkerung verankerten Zerschlagung parlamentarisch-monarchistischer Machtstrukturen durch die proletarische Klasse. An diesem Tag griffen die Pariser Arbeiterinnen und Arbeiter zu den Waffen und schufen für einen kurzen Zeitraum eine selbstverwaltete Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, die als Pariser Commune bekannt wurde. Nach nur 71 Tagen wurde der Versuch, sich von den Fesseln der Herrschaft zu befreien, brutal niedergeschlagen. Mehr als 20.000 Männer und Frauen wurden getötet, über 13.000 Menschen zu meist lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt. 1923 erklärte die ein Jahr zuvor gegründete Internationale Rote Hilfe (RHI) den Tag zum „Internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen“. Der Faschismus setzte dieser Tradition ein Ende. 1996 initiierte der „Förderverein Libertad! für internationale Kommunikation und Solidarität“ zusammen mit der Roten Hilfe e.V. zum ersten Mal wieder einen Aktionstag für die Freiheit der politischen Gefangenen. Seitdem werden an diesem Tag vielfältige Aktionen und Veranstaltungen durchgeführt.